MITTWOCH
Morgens um halb 12!

Cala d'Or lag eigentlich nicht auf unseren Törnplan, aber Anbetracht der
Wetteränderung nahmen wir Kurs auf diesen Hafen.

Die Angelruten wurden wieder gesetzt, man war im Jagdfieber, nach der
letzten Überfahrt sollte die Goldmakrele nicht alleine bleiben.
Wir legten den Kurs auf die 50m Tiefenlinie.

Das Drama begann, die Rute bog sich, eigentlich zu schwach wie es schien
für diesen Fisch oder was sonst noch am Hacken hängt.

Eine 1,10 Meter lange und 30 Kilo schwere
Goldmakrele
hat unseren Angler fast k.o. geschlagen.
Jürgen habe Schnitt- und Schürfwunden am Arm und am Kopf davongetragen,
als der Fisch auf unseren Kat gesprungen sei, heißt es.
Er habe ganz gemütlich auf dem Katamaran im westlichen Mittelmeer
vor Mallorca geangelt, als die Makrele ihn von hinten angesprungen habe,
berichtete man.
"Ich hatte das Gefühl, in eine Mauer zu rasen und bin erst am Boden
des Katamarans wieder zu mir gekommen", so Jürgen.
Die 1,50 Meter lange und 120 Kilo schwere Goldmakrele ähnelt einem Hecht.




Goldmakrele

Cala d'Or

Diese moderne, geschützte Marina mit neuem Yachtclub-Gebäude schlängelt sich Fjord-artig in das Inselinnere. Nachdem man die etwas höheren Hafengebühren bezahlt hat, genießt man das Flair dieses Nobelhafen, das in Teilen seinen Ursprung als Fischerdorf behalten hat.



Cala d'Or

Cala d'Or

Zuerst war die Goldbucht eine Goldgrube, denn der britische Adel und Geldadel kaufte sich hier stattliche Villen, um von dort in unberührter Natur ihre noblen Zweimast-Segelschiffe im nahen Hafen stets im Blick zu haben. In den sechziger Jahren beschlossen viele Künstler und finanzkräftige Aussteiger, sich dort niederzulassen. Dann kamen einige zwielichtige Halbwelt-Gestalten aus Frankfurt und Hamburg, denen aber schon bald die Ruhe und Beschaulichkeit auf die Nerven ging, so dass sie sich einen anderen Ort zum Verprassen ihrer unverdienten Geldzuwendungen aussuchten.



Cala d'Or am Abend

Cala d'Or

Cala d'Or wandelte sich. Das Noble wich dem Praktischen. Es entstanden eine Reihe von Hotels und günstigen, familienfreundlichen Anlagen. Der blumengeschmückte, von knorrigen Kiefern gesäumte Ortskern bietet dem Urlauber ein reichhaltiges Angebot: In seinem gepflegten, ansprechenden Flanierviertel gibt es Gassen und hübsche Häuser, lauschige Innenhöfe und lebhafte Terrassencafés, gemütliche Gartenrestaurants und elegante Boutiquen. Von dort ist es übrigens auch nicht weit bis zur alten Villensiedlung und dem Yachthafen. Ein Spaziergang dorthin führt den Betrachter an die Ursprünge des Urlaubsortes zurück.



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